Tollwutfall in Stade

Bitte lassen Sie ihr Tier, wenn es draußen unterwegs ist, gegen Tollwut impfen!

Im Landkreis Stade ist bei einer Fledermaus das Fledermaus-Tollwut-Virus nachgewiesen worden. Das Tier war bei Horneburg entdeckt worden, ein Experte versuchte noch vergeblich das Tier zu retten. Die Amtstierärztin ließ das verendete Tier untersuchen und stellte die Infektion fest.

 

Besser gegen Tollwut impfen lassen

Die infizierten Fledermäuse zeigen anfänglich Lähmungen und liegen oft hilflos am Boden. Dadurch sind sie leichte Beute für z.B. Hunde und Katzen. Daher appelliert die Stader Kreisveterinärin Sibylle Witthöft, Haustiere, die draußen unterwegs sind, immer gegen Tollwut impfen zu lassen.  Das Fledermaus-Tollwutvirus ist eng mit dem verwandt, das etwa von Füchsen bekannt ist.

 

Kranke Tiere nicht anfassen

Fachleute warnen, dass für Mensch und Tier von der Fledermaus-Tollwut die gleiche tödliche Gefahr ausgeht, wie bei der von Hunden bekannten Tollwut. Exponierten Menschen wird ebenfalls eine Impfung gegen Tollwut empfohlen.
Falls sie ein scheinbar hilfloses Tier auffinden, fassen Sie es nicht an! Sollten Sie Kontakt mit einem auffälligen Tier gehabt haben oder gar gebissen worden sein, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf. Eine Tollwutinfektion beim Menschen verläuft fast immer tödlich.

 

 

Das RKI schreibt dazu:

Tollwut ist in weiten Teilen der Welt verbreitet. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich rund 59.000 Menschen an Tollwut, wobei von einer erheblichen Dunkelziffer,
insbesondere in Asien und Afrika, ausgegangen werden kann.
Der letzte Tollwutfall bei einem Menschen in Deutschland trat im Jahr 2007 auf. Es handelte sich um einen Mann, der in Marokko von einem streunenden Hund gebissen wurde.

 

Da eine Tollwuterkrankung fast ausnahmslos zum Tod des betroffenen
Patienten führt, müssen präventive Maßnahmen bei potenziell Exponierten
besonders wirksam und die Grundimmunisierung vollständig sein.

 

…Weiterhin sollte vor Reisen in Tollwut-Endemiegebiete, insb. wenn eine vermehrte Tierexposition wahrscheinlich oder ein längerer Aufenthalt in Gebiete mit schlechter Gesundheitsversorgung geplant ist, die präexpositionelle Tollwutimpfung empfohlen werden.

Die präexpositionelle Impfung von Tierärzten, Jägern, Forstpersonal usw., die nicht mit Fledermäusen arbeiten, ist derzeit in Deutschland nicht indiziert. Sie würde nur dann empfohlen, wenn es regional zu einem erneuten Auftreten von Wildtiertollwut kommen sollte.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Tollwut-bei-Fledermaus-Landkreis-Stade-warnt,fledermaeuse146.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.